18.07.2012: Ich entdecke ungeahnte Kräfte
19 07 2012Mann o Mann, die letzten Tage waren alles andere als geplat. Aus meinem Trip in die Wüste mit anschließender Dschungeltour wurde ein mehrtägiger Krankenhausaufenthalt mit anschließender Verfolgungsjagd eines Taxigahrers durch La Paz, der mir meine Sachen Klauen wollte. Ich habe durch diese beidencErlebnisse Seiten an mir entdeckt und Kräfte, Fokussierung und Entschlossenheit in mir, dass ich wirklich überrascht bin. Ich werde wohl einige Tage brauchen, um diese Eindrücke zu verarbeiten und zu bewerteten. Seit heute bin ich definitiv verändert, durch Erlebnisse, die ich mir nicht vorstellen konnte und wollte und die am Ende Lehrmeister wurden. Danke!
Hallo Ulf,
was lese ich da -Krankenhausaufenthalt, Verfolgungsjagd- nach all den aufregenden Erlebnissen setzt Du jetzt gegen Ende der Reise noch so etwas drauf. Ich hoffe es geht Dir wirklich richtig gut!!! Ich schicke Dir etwas Liebe!
Von Herzen
Roswitha
Hast du daran Zweifel gehabt ?:))
Puuh, das braucht ja keiner. Und dennoch – im Rückblick haben gerade die zweifelhaften Situationen meiner Reisen durch Suedamerika ihren ganz eigenen Charme. So lange man in der Situation steckt und mit den Umstaenden konfrontiert ist, ist man schockiert. Und das Herz rutschte mir jedes Mal in die Hose. Aber spaeter, wenn das Zittern nachließ und das Gefuehl der Geborgenheit wieder in mir einkehrte, konnte ich sehen, dass mir in solchen Erlebnissen „das Leben“ in einer der nacktesten und ungeschöntesten Formen präsentiert wurde. Diese rohen, ungeschliffenen Lebenssplitter habe ich bislang nur dort drueben gesehen. Sie haben dafuer gesorgt, dass ich die schiere Fuelle meines eigenen Lebens sehen konnte und mich fuer den Rest meines Lebens stark UND demuetig gemacht … und dankbar dafuer, dass ich mich im Land der Luxusschlampen suhlen darf :-)))
Ich drueck dich! Alles Liebe,
Jörg
Hey,
stark? Oh ja, wie recht du hast! Keine Lust mehr auf spielen kann ich nur sagen. Ich meine, wenn es wenigstens mit Stil versucht wird, dann kann ich mich aergern und es ist gut. Aber einem gerade aus dem KKH entlassenen Menschen seine Sachen klauen zu wollen, das macht mich echt (immer noch) wuetend. Dennoch: Auf seine ganz eigene, sehr drastische Weise hat mich dieser Vollpfosten an einen Ort in mir gefuehrt, den ich nicht kannte und den anscheinend alle in mir gesehen haben. Ich bin immer noch voellig erstaunt und geschockt, dass ich „das“ in mir habe. Es wird Zeit, einiges neu zu sortieren. Und was wuerde ich gern mit dir telefonieren – naja, ich bin ja in 14 Tagen wieder zu Hause. Ich kann dir sagen: Ich freue mich schon sehr!!!!! Auch wenn BA (s. Artikel) nur eins ist: Hammer!